Draco Engine - Teil 1: Die unsichtbare Kraft hinter FileMaker

Draco Engine

Draco – Die unsichtbare Kraft hinter FileMaker

Hinter FileMaker steckt eine Technologie, die vielen unbekannt ist, die aber alles antreibt: die Draco-Engine. Diese leistungsstarke Datenbank-Engine ist das Fundament von FileMaker und macht es flexibel, effizient und einfach zu nutzen. Der Name „Draco“, der an einen Drachen erinnert, spiegelt die Stärke und Vielseitigkeit dieser Technologie wider. Lassen Sie uns die Geschichte und technische Details dieser einzigartigen Engine erkunden, die FileMaker zu dem gemacht hat, was es heute ist.

Wie der Name “Draco” entstand

Der Name “Draco” wurde etwa 1996 geprägt, als ein Mitarbeiter seine Begeisterung für den Film Dragonheart teilte. Dieser Moment war wichtig für FileMaker und gab dem internen Datenbankmotor einen kraftvollen und mystischen Namen.

Alles ist Text – Ein flexibler Ansatz

Ein Grundsatz von FileMaker ist, dass alles als Text gespeichert wird. Sogar Zahlen und Zeitstempel sind intern Text. Diese Entscheidung aus den frühen Tagen von FileMaker macht die Bearbeitung von Feldern flexibler. Entwickler können einfach die Feldtypen ändern, zum Beispiel von einem Textfeld zu einem Zahlenfeld und umgekehrt. Containerfelder für Binärdaten wie Bilder oder Dokumente bilden eine Ausnahme.

Der Weg zu relationalen Datenbanken

Die Entscheidung, nur mit einer Tabelle zu arbeiten, kam in den frühen 80ern und war ursprünglich nur eine Übergangslösung. Die Erkenntnis, dass dies nicht nachhaltig ist, führte 1988 zur Gründung des “Spectre”-Teams bei Claris, das ein relationales Datenbanksystem entwickeln sollte. Woher der Name “Spectre” kommt, ist unklar.

Unterstützung für SQL

Die ersten Versionen der relationalen Engine von FileMaker wurden stark von SQL-Datenbanken beeinflusst. Draco diente anfangs als Verbindung zu diesen Datenbanken und bietet bis heute eine einfache Schicht, die die Verbindung zu SQL-Datenbanken erleichtert und als Übersetzer zwischen FileMaker und SQL wirkt.

SQL vs. native Abfragen

Interessanterweise sind SQL-Abfragen innerhalb einer FileMaker-Datenbank nie schneller als native Abfragen. Das liegt an der Architektur: Da die SQL-Schicht über der unterstützenden Schicht sitzt, sind direkte Abfragen stets effizienter.

Kuriositäten und Neuheiten

Der Script Maker und der Layout-Modus wurden in den frühen Versionen von FileMaker eingeführt, um die Benutzerfreundlichkeit und Anpassbarkeit der Software zu verbessern.

Script Maker: Dieses Tool wurde in FileMaker Pro 2.0 eingeführt, das 1992 veröffentlicht wurde. Es ermöglichte es Benutzern erstmals, automatisierte Abläufe innerhalb ihrer Datenbanken zu erstellen.

Layout-Modus: Dieser Modus war bereits in den ersten Versionen von FileMaker, die in den 1980er Jahren veröffentlicht wurden, vorhanden.

Der Layout-Modus in FileMaker wurde von den Zeichenwerkzeugen von MacDraw inspiriert. Diese Ähnlichkeit zeigt sich in der Benutzeroberfläche und den Funktionen, die es ermöglichen, Layouts intuitiv zu gestalten. Die Integration solcher Zeichenwerkzeuge in FileMaker erleichtert es Anwendern, Datenbanklayouts nach ihren individuellen Bedürfnissen anzupassen.