Temporäre Dateien verstehen
Wenn du in Filemaker eine Datenbankdatei öffnest, wird mindestens eine temporäre Datei lokal angelegt. Bei Dateien, die gehostet werden, gibt’s sogar zwei temporäre Dateien: eine auf dem Server und eine auf jedem Client. Jeder Client hat seine eigene lokale temporäre Datei, die sich vom Dateicache des Betriebssystems unterscheidet.
Die Containerdaten und ihre Vorschaubilder werden nicht mehr in der Datenbank gespeichert, sondern landen in der jeweiligen temporären Datei. Diese Dateien findest du in den Cache-Ordnern deines Betriebssystems. Während du in der Datenbank arbeitest, werden die Datensätze vom Host in die temporäre Datei geladen und danach wieder aus dem temporären Speicher entfernt. Dabei werden immer alle Datensätze geladen.
Man könnte sich fragen, warum nicht nur bestimmte Infos eines Datensatzes geladen werden. Das liegt daran, dass es komplizierter wird, wenn man ständig einzelne Daten nachladen muss, um Berechnungen auf dem Client durchzuführen. Mit ein wenig smarter Programmiertechniken können solche Herausforderungen aber problemlos gemeistert werden.
Infos zu den Sperrmechanismen vor Version 19
Die folgenden Infos stammen aus der Zeit vor Version 19 und sind heute nur bedingt relevant.
Das Sperrmechanismus-System in FileMaker funktioniert wie ein hierarchischer Baum. Alle Daten, die unter einem angeforderten Zweig liegen, werden gesperrt. Zum Beispiel werden alle Schreibvorgänge an der obersten Ebene blockiert, wenn eine Datenbank auf dem Host pausiert wird. So werden die Datensätze gesperrt. Tabellen werden dagegen gesperrt, wenn du Änderungen an den Felddefinitionen vornimmst, was auch alle weiteren Elemente (z. B. Datensätze) betrifft. Das gleiche gilt für Änderungen im Beziehungsdiagramm.
Mit FileMaker Version 19 gab’s einige Änderungen an den Sperrmechanismen, und wir können sicher sein, dass da noch weitere Anpassungen folgen werden.